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REAB NRW-Newsletter

Ausgabe 03 |
2026
 

 Aus der REAB NRW

 

Neue Veröffentlichung der REAB NRW: Demokratie passiert dazwischen - Begegnung als kommunale Gestaltungsaufgabe

 

Wo Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen, können demokratische Werte und Kompetenzen praktisch erlebt werden. Doch Begegnung wirkt nicht von selbst – entscheidend sind die Bedingungen und Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Unsere Veröffentlichung zeigt, wie Kommunen solche Räume schaffen können: in Bibliotheken, im Quartier, bei Demokratiefestivals und in der Verwaltung. Ergänzt werden die Praxisbeispiele durch aktuelle Befunde aus dem Demokratiebericht NRW und Perspektiven auf Konfliktfähigkeit.

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

Neue Mitarbeiterin: Larissa Jäger verstärkt das Team der REAB NRW

 

Ich bin Larissa Jäger und seit Mitte September als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der REAB NRW tätig. In Osnabrück habe ich zunächst Philosophie und Erziehungswissenschaft im Zwei-Fach-Bachelor studiert. Über ein paar Umwege habe ich im letzten Jahr meinen Master in Erziehungswissenschaft an der Universität Münster abgeschlossen. Danach habe ich in der Familienbildung gearbeitet und freue mich nun sehr darauf, im REAB NRW weiterhin zu spannenden Themen arbeiten zu dürfen. Einen ersten Schwerpunkt meiner Arbeit bildet das Thema Mehrwertkommunikation. Daneben bin ich Ansprechpartnerin für das Thema Räume für Bildung in analog-digitalen Bildungslandschaften.

 

 

Stadt Wuppertal schließt Rahmenvereinbarung mit REAB NRW

 

Willkommen, Wuppertal! Mit der Stadt Wuppertal haben wir die 42. Rahmenvereinbarung mit einer Kommune in NRW geschlossen. Sie bildet die Grundlage für unsere Zusammenarbeit beim Aufbau und der Weiterentwicklung eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements. Gemeinsames Ziel ist es, die kommunale Bildungslandschaft zu stärken und Bildungsgerechtigkeit zu ermöglichen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 

Gut gefragt ist halb beteiligt? | Rückblick auf unser Meet Up!

 

Beim Meet Up! der REAB NRW am 16. Juli 2026 beschäftigten wir uns damit, wie Kommunen die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbeziehen können. Denn Befragungen allein bedeuten noch keine Beteiligung. Entscheidend ist, junge Menschen von der Entwicklung der Fragen über Durchführung und Auswertung bis zum Umgang mit den Ergebnissen einzubeziehen. Unsere Kollegin Ramona Steinhauer beleuchtete in ihrem fachlichen Impuls die Chancen partizipativer Befragungen, wichtige strategische Entscheidungen und die Grenzen zwischen „gut gefragt“ und tatsächlich beteiligt. Anschließend wurden Erfahrungen und Herausforderungen aus der kommunalen Praxis diskutiert (siehe dazu Karte zu Kinder- und Jugendgremien in NRW).

Das Meet Up! der REAB NRW ist ein niedrigschwelliges digitales Austauschangebot zu aktuellen Themen des kommunalen Bildungsmanagements. Nächste Termine entnehmen Sie dem Newsletter oder der Website.

Bildungsangebote an Berufskollegs evidenzbasiert weiterentwickeln | Rückblick auf unser Meet Up!

 

Beim Meet Up! der REAB NRW am 21. September 2026 stellte das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier einen methodischen Ansatz zur Diskussion, der Schuldaten, regionale Angebotsstrukturen, personelle Voraussetzungen und Praxiswissen verbindet. Kommunale Fachkräfte diskutierten mögliche Ergänzungen, etwa arbeitsmarktbezogene Bedarfe, demografische Entwicklungen sowie Erfolgs- und Abbruchquoten. Die Rückmeldungen fließen in die Weiterentwicklung des Ansatzes ein. Eine Veröffentlichung ist für 2027 geplant.

Das Meet Up! der REAB NRW ist ein niedrigschwelliges digitales Austauschangebot zu aktuellen Themen des kommunalen Bildungsmanagements. Nächste Termine entnehmen Sie dem Newsletter oder der Website.

 

Themenschwerpunkt Inklusion

Interview: Warum Sprachkurse inklusiv geplant sein sollten

 

Sprachkurse sind ein wichtiger Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Für Menschen mit Migrationsgeschichte und Beeinträchtigungen bestehen dabei jedoch häufig Barrieren. Das Bildungsbüro der Stadt Nürnberg hat im Rahmen einer Praxisforschung Bedarfe untersucht und inklusive sowie spezielle Ansätze zum Spracherwerb erprobt. Im Interview berichtet Saskia Rieger von den Erfahrungen und Erkenntnissen aus Nürnberg.

Bundesweiter Fachtag "Inklusive Jugendhilfeplanung"

 

Am 2. November 2026 findet in Berlin der bundesweite Fachtag „Inklusive Jugendhilfeplanung“ vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Jugendhilfeplanung inklusiv ausgerichtet und weiterentwickelt werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an kommunale und bezirkliche Jugendhilfeplaner:innen und Landesjugendhilfeplaner:innen, an Leitungen von Jugendämtern und Vertreter:innen aus Politik und der Fachpraxis des öffentlichen und der freien Träger mit thematischem Bezug.

Studie: Von der Schulwahl zu den Rahmenbedingungen

 

Wie erleben Eltern von Kindern mit Behinderungen die schulische Inklusion in Deutschland? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte zeigt: Die Zustimmung zu gemeinsamem Lernen ist hoch, in der Praxis bestehen jedoch weiterhin erhebliche Hürden. Die bundesweite Elternbefragung macht unter anderem deutlich, wie stark Beratung, verfügbare Unterstützungsangebote und die Ausstattung allgemeiner Schulen die Schulwahl beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen damit einmal mehr: Inklusive Bildung ist nicht allein eine Frage der individuellen Schulwahl, sondern vor allem eine Frage verlässlicher struktureller Rahmenbedingungen.

Bildungskommune Frankfurt am Main: Stadtteil-Labore als Beteiligungsformate zur Weiterentwicklung kommunaler Bildungsplanung

 

Wie können kommunale Bildungsplanung und die Perspektiven der Menschen vor Ort besser verbunden werden? Der Fachbericht der Bildungskommune Frankfurt am Main zeigt, wie die Stadtteil-Labore Datenanalysen mit Erfahrungswissen aus vier Stadtteilen verknüpfen. Aufsuchende und niedrigschwellige Beteiligungsformate machten Bedarfe, Hürden und Potenziale sichtbar. Der Bericht zeigt zudem, welche Methoden sich bewährt haben und welche Voraussetzungen für erfolgreiche Beteiligung wichtig sind.

Die Bildungskommune Frankfurt am Main ist Teil der AG Bildungskommunen inklusiv. 

 Aus den Kommunen in NRW

 

Bildungskommune Mönchengladbach: Neue Veröffentlichungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Wie wird BNE vor Ort verankert und entlang der gesamten Bildungskette gestaltet? Zwei neue Publikationen der Bildungskommune Mönchengladbach geben Einblicke: Die BNE-Stakeholder-Broschüre stellt engagierte Freiberufliche, Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen vor und macht Angebote sichtbar. Der Statusbericht „Gemeinsam Bildung nachhaltig gestalten“ zeigt Projekte, Netzwerke, Qualifizierungsangebote und Perspektiven für eine nachhaltige Bildungslandschaft.

 

Bildungskommune Rheinisch-Bergischer Kreis: Faktencheck Ausbildung

 
Wie ist die Ausbildung im Rheinisch-Bergischen Kreis aufgestellt? Der aktualisierte Faktencheck bündelt zentrale Daten zu Auszubildenden, Betrieben, Berufen und Pendelbewegungen. 3.216 Auszubildende und 1.257 neue Ausbildungsverträge stehen 1.358 Ausbildungsbetrieben gegenüber – 19,9 Prozent aller Betriebe bilden aus. Zudem zeigt der Faktencheck Entwicklungen des Ausbildungsmarkts, Unterschiede zwischen den kreisangehörigen Kommunen und die häufigsten Ausbildungsberufe.
 

Bildungskommune Mönchengladbach: BildungsFrühstück, Teilhabe und Bildungschancen mit brotZeit e.V.

 

Seit 2024 kooperiert die Stadt Mönchengladbach mit brotZeit e. V., um Schüler:innen an ausgewählten Grundschulen ein kostenloses Frühstück vor Unterrichtsbeginn zu ermöglichen. Die Bildungskommune koordiniert und evaluiert das Angebot, das Chancengerechtigkeit, Gesundheit und soziale Teilhabe stärkt. Die Evaluationen 2025 und 2026 zeigen eine hohe Akzeptanz. Lehrkräfte berichten überwiegend von positiven Entwicklungen, etwa bei Konzentration und sozialem Miteinander. Die Ergebnisse helfen, das Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

 

Bildungskommune Bottrop: Bevölkerungsdaten interaktiv im Dashboard

 

Die Stadt Bottrop stellt ihr Einwohner:innen-Dashboard schrittweise öffentlich zur Verfügung. Es bietet aktuelle Monatsstatistiken zur Bevölkerungsentwicklung und ermöglicht einen schnellen Einblick in demografische Entwicklungen. Für das kommunale Bildungsmonitoring liefert das Dashboard wichtige Kontextdaten. Ergänzend bereitet der jährlich veröffentlichte Schulentwicklungsbericht Daten zu Schüler*innen, Klassen und Schulstrukturen auf – in der Primarstufe auch kleinräumig.

 
 

 Aus dem Fachnetzwerk




Strategien & Hinweise
der FaBERID zu
kommunaler
Bildungspolitik unter
Druck

Strategien der äußeren Rechten in der kommunalen Bildungspolitik

Wie geraten kommunale Bildungsarbeit und Themen wie Demokratiebildung, Inklusion und Integration unter Druck? Das Format „Wissen geht raus“ der FaBERID beleuchtete Strategien der äußeren Rechten – von parlamentarischen Instrumenten und gezielten Anfragen über Diffamierungskampagnen bis hin zum Aufbau eigener Angebote. Im Mittelpunkt standen zugleich Handlungsmöglichkeiten für Kommunen: sachliches Vorgehen, belastbare Netzwerke und die Kenntnis rechtlicher Grundlagen können dazu beitragen, Verwaltungs- und Bildungsarbeit handlungsfähig zu halten.





Dokumentation zur
Bundeskonferenz
Kommunales
Bildungsmanagement
2026

Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort: Die Bundeskonferenz 2026

Rund 500 Vertreter:innen aus Kommunen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik kamen zur Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026 in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt standen die Rolle der Kommunen bei der Gestaltung bedarfsgerechter Bildungslandschaften sowie Praxisbeispiele und Strategien für mehr Teilhabe. Die Veranstaltungsdokumentation bündelt Impulse und Diskussionen der beiden Konferenztage und bietet Programm, Präsentationen und kommunale Steckbriefe.





Themenpapier
zu
Kinder- und
Jugendbeteiligung

Ungleich verpflichtet: Wie verbindlich ist Kinder- und Jugendbeteiligung?

Ob junge Menschen mitreden dürfen oder mitreden müssen, hängt auch davon ab, wo sie leben. Im neuen Impulspapier der REAB Nord zeigt Maybrit Windmann, was Muss-, Soll- und Kann-Vorschriften für die kommunale Praxis bedeuten – und wie das kommunale Bildungsmanagement Beteiligung nachhaltig stärken kann. Ein kompakter Überblick über die Rechtslage in allen Bundesländern macht das Papier zur hilfreichen Orientierung für die Praxis.






Fachstelle
BNE in Kommunen
FABINEK

BNE mit Daten weiterentwickeln

Welche Bildungsangebote gibt es vor Ort und wie sind die Akteur:innen miteinander vernetzt? Der Landkreis München hat rund 500 Bildungsakteur:innen befragt und damit seine Bildungslandschaft sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, wie BNE datenbasiert erfasst und weiterentwickelt werden kann. Die Fachstelle BNE in Kommunen stellt dazu weiterführende Informationen und konkrete Beispiele vor. Ergänzend bietet eine vergleichende Übersicht kommunaler Bildungsberichte Einblicke in Datenquellen und Methoden. Reinschauen lohnt sich!

 

 Lesetipps & mehr

 

Chancenmonitor 2026: Soziale Herkunft prägt Gymnasialbesuch

Der Chancenmonitor des ifo Zentrums für Bildungsökonomik untersucht auf Basis des Mikrozensus 2022 den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Gymnasialbesuch. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede: Während 16,9 % der Jugendlichen aus besonders benachteiligten Herkunftsgruppen ein Gymnasium besuchen, sind es bei privilegierten Gruppen 80,3 %. Auch zwischen Mädchen und Jungen gibt es Unterschiede (43,5 % vs. 36,9 %). Der Monitor versteht den Gymnasialbesuch dabei als einen Indikator für Bildungschancen.

Studie: Integration als kommunale Pflichtaufgabe?

Eine Studie der Universität Hildesheim untersucht, ob eine gesetzliche Verankerung kommunaler Integrationsarbeit zu krisenfesteren Strukturen beitragen kann. Die Autor:innen kommen zu dem Ergebnis, dass vor allem zentrale Aufgaben wie Koordination, strategische Planung und Beratung dauerhaft abgesichert werden sollten. Für NRW sehen sie mit KI und KIM bereits eine „Quasi-Pflichtaufgabe“, verweisen aber auf Grenzen einer förderbasierten Absicherung.

Factsheet: Bildungs- und Teilhabepaket - Reformbedarf bleibt

Das neue Factsheet der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass das BuT 15 Jahre nach seiner Einführung viele Kinder und Jugendliche noch immer nicht erreicht. Besonders bei Leistungen für soziale und kulturelle Teilhabe ist die Nutzung gering. Gleichzeitig unterscheiden sich Antrags- und Bewilligungsverfahren je nach Kommune deutlich. Das Factsheet zeigt zentrale Zugangshürden auf und formuliert Ansatzpunkte für eine einfachere, bedarfsgerechte und datenbasierte Weiterentwicklung des BuT.

Open Access Sammelband: Jugendbeteiligung auf Bundesebene

Der Sammelband bündelt über 45 Beiträge und vielfältige Perspektiven junger Menschen, aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt stehen Grundlagen und Wirksamkeit von Beteiligung, Einblicke in die Praxis von Bundesministerien sowie die Zusammenarbeit von Jugend und Verwaltung. Auch Themen wie digitale Beteiligung, Schutzkonzepte, Powersharing sowie vielfältige Zugänge werden beleuchtet. Die Beiträge bieten wertvolle Impulse – auch für die kommunale Praxis eine lesenswerte Lektüre!

Neuauflage: Empfehlung zur kommunalen Jugendhilfeplanung

Die Neuauflage der „Empfehlung zur kommunalen Jugendhilfeplanung“ von LWL und LVR zeigt, wie kommunale Planung durch gesetzliche Verankerung, Datenbasierung, Beteiligung und Qualitätsentwicklung dauerhaft gestärkt werden kann. Für das kommunale Bildungsmanagement bietet das spannende Anknüpfungspunkte: Während Jugendhilfeplanung gesetzlich verankert ist, basiert Bildungsmonitoring vielerorts noch auf befristeter Projektförderung. Die Empfehlung regt damit auch zum Nachdenken über eine stärkere institutionelle und gesetzliche Absicherung des Bildungsmonitorings an.

 

Regionale Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement NRW
im Institut für soziale Arbeit e.V.

Friesenring 40
48147 Münster
Deutschland

0251 200799-0
info@reab-nrw.de

www.reab-nrw.de

Inhaltliche Verantwortung:
Dr. Mario Roland und Kirsten Althoff

Register: Vereinsregisternummer: 2361
Tax ID: UStNr: 337/5971/0142

Das Institut für soziale Arbeit e.V. mit Sitz in Münster ist Träger des Projekts "Regionale Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement NRW" im Rahmen der Transferinitiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Wenn Sie diese E-Mail (an: Milena.taeschner@reab-nrw.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
Institut für soziale Arbeit e.V.
Friesenring 40
48147 Münster
Deutschland

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info@isa-muenster.de