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Neues TRANSFERjournal erschienen

 Editorial 

Es sind erst wenige Wochen vergangen, dass wir uns mit einem „Corona-Sondernewsletter“ zu Wort gemeldet haben. Denn die Rahmenbedingungen unserer Arbeit hatten sich Ende März schnell und grundlegend verändert: plötzlich standen viele der gewohnten Kommunikationskanäle mit unseren Kooperationspartnern nicht mehr zur Verfügung. Die kollektive Suche nach Ersatz für die vielen Gesprächs- und Beratungsrunden, Arbeitskreise, Bildungsveranstaltungen und Bildungskonferenzen war in vollem Gange. Inzwischen trifft man sich regelmäßig in Video- und Telefonkonferenzen, Weiterbildung findet in Webinaren statt, selbst Tagungen mit über einhundert Personen werden digital geplant. Es geht weiter - und doch ist es nicht wie vorher. Zum Beispiel dämmert uns langsam, wie wichtig die Pausengespräche und die Mimik der Zuhörer bei den Qualifizierungsveranstaltungen sind, was es für die Vermittlung einer Botschaft und für den Zusammenhalt eines Netzwerkes bedeutet, wenn sich sehr viele Menschen an einem Ort zu einem Thema versammeln und sich auf einen Tagungsablauf einlassen. Es ist schön zu erleben, wie schnell und engagiert Kommunalverwaltungen sich auf neue Umstände einstellen können. Auch wenn vielerorts noch improvisiert werden muss, ist ein deutlicher digitaler Innovationsschub wahrnehmbar. Und dies alles bei gleichzeitiger Hochbelastung durch die Bewältigung der Pandemie, die vor allem die Gesundheits- und Ordnungsämter an die Belastungsgrenzen bringt und nur bewältigt werden kann, wenn alle Kräfte in der Verwaltung mobilisiert und gebündelt werden.

Gerät in dieser Ausnahmesituation das Thema Bildung und Kommunales Bildungsmanagement aus dem Blick? Keinesfalls – die Schließung von Schulen und Kita zeigt einmal mehr welche immense Bedeutung beide Einrichtungen im Leben der jungen Menschen haben. Was es bedeutet, dass Bildung für Kinder und Jugendliche – und zwar im umfassenden Sinne, nicht nur im Sinne von Wissensvermittlung – über Wochen nur in den eigenen vier Wänden stattgefunden hat, können wir wohl erst in einer Rückschau ermessen. Ohne den Kontakt zu Erwachsenen, die nicht die eigenen Eltern sind, und vor allem ohne den Umgang mit Gleichaltrigen fehlen entscheidende Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Die Mehrfachbelastung von Eltern durch Homeoffice, gleichzeitiger Betreuung der Kinder und der teilweise  Kompensation des Unterrichts kann Familiensysteme an ihre Belastungsgrenze bringen. Diese prekäre Lages scheint sich auch noch in die Sommerferien hinein fortzusetzten. Viele Eltern mussten ihre Urlaubstage krisenbedingt in Anspruch nehmen, so dass sich nun ein weiteres wochenlanges Betreuungsloch auftut. Auch hier sind wieder die Kommunen und mit ihnen die Jugendhilfeträger gefragt um Ferienaktivitäten für eine besonders große Anzahl von jungen Menschen zu organisieren – und zwar unter Beachtung strenger Hygienevorschriften. 

Allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu guter und umfassender Bildung zu ermöglichen, bleibt eine Aufgabe der Kommunen – das zeigt sich in dieser Krise wieder einmal sehr deutlich. Gerade dann, wenn die Routinen nicht mehr funktionieren, können sie die Institutionen zu Beratungen und zur Suche nach Lösungen an einen Tisch bringen und in ihren Netzwerken konkrete Initiativen unterstützen, um die Folgen der Ausfälle abzumildern. Unser Newsletter wirft einige Schlaglichter auf die aktuelle Situation. Wir hoffen, dass er Sie bereichert und – bleiben Sie vor allem gesund.

Johannes Schnurr
Leitung Transferagentur NRW

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 Save the date: 
 6. Herbstakademie 2020 
 „Kommune. Bildung. Nachhaltigkeit.“ 

 Online-Fachtagung der Transferagentur NRW 
 am 29.10.2020 

Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement NRW richtet zum sechsten Mal – in diesem Jahr zum ersten Mal in einem digitalen Format – die Herbstakademie für eine breite Fachöffentlichkeit in NRW aus. Das diesjährige Thema ist "Kommune. Bildung. Nachhaltigkeit."

Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung verfolgt das Ziel, eine chancengerechte Gestaltung von Lebensbedingungen zu schaffen, die ein Leben in Frieden und ein dauerhaft tragfähiges Ökosystem ermöglichen. Die Vereinten Nationen haben hierzu im Herbst 2015 die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet, in der 17 globale Entwicklungsziele formuliert sind. Deutlich wird, dass der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft voraussetzungsvoll ist und als Gelingensbedingung eine lokale Verankerung in den Städten, Kreisen und Gemeinden erfordert. Das Thema Bildung, das quer zu allen Lebensphasen und Lebensbereichen liegt, stellt eine wichtige Grundbedingung für das Erreichen dieser Ziele auf kommunaler Ebene dar.

Die Herbstakademie nimmt in den Blick, mit welchen Ansätzen und Themenschwerpunkten nachhaltige Entwicklung in den kommunalen Bildungslandschaften derzeit bearbeitet und verankert werden und welche Rolle etablierte kommunale Bildungsmanagementstrukturen für die strategische, datenbasierte und vernetzte Planung von Bildungsaktivitäten rund um eine nachhaltige Entwicklung einnehmen können.

Zielgruppen der Veranstaltung sind Bildungsakteure der Kommunalverwaltung, von kommunalen Verbänden, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und der Zivilgesellschaft sowie Vertreter*innen aus Ministerien und Landesprogrammen (z.B. Regionale Bildungsnetzwerke NRW, Kein Abschluss ohne Anschluss, Kommunale Integrationszentren NRW).

Merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor! Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen folgen nach den Sommerferien auf der Homepage der Transferagentur NRW und per Newsletter!


 Kontakt: 
Dr. Mario Roland
mario.roland@transferagentur-nordrhein-westfalen.de
Tel.: 0251 200 799 - 30

Ida Brezina
ida.brezina@transferagentur-nordrhein-westfalen.de
Tel.: 0251 200 799 - 35


Herbstakademie Transferagentur NRW 2020www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de 

Neues TRANSFERjournal online

 Neues TRANSFERjournal "Solidarität" als 
 Online-Ausgabe erschienen
 

Die neue Ausgabe widmet sich dem Thema "Solidarität" und nimmt praktisch relevante Themenfelder des Bildungsmanagements in den Kommunen unter die Lupe. Dazu hat sich das TRANSFERjournalteam wieder auf die Suche nach spannenden und informativen Reportagen gemacht und interessante Gesprächspartner*innen interviewt. So besuchten wir die PRIMUS Ganztagsschule in Münster, die eine Schule für alle Kinder ist, sprachen mit Mitarbeiter*innen und Gästen des Begegnungszentrums "Bärenkämpen" in Minden über Solidarität und Gemeinschaft und interviewten Martin Schenkelberg, den ehemaligen Beigeordneten des Landkreistages NRW, zum Thema "Der Kreis als Solidargemeinschaft?". Außerdem gingen wir der Frage nach "Wie viel Solidarität benötigt die Demokratie?" und sprachen mit Petra Klein, der Leiterin der Stabsstelle Stadterneuerung in der Stadt Witten, zum Thema Stadterneuerung und die Bedeutung von gemeinsam gestalteten und genutzten Bildungsorten. Wie digitale Bildungsangebote in Corona-Zeiten gestaltet werden können, dazu gibt die Bundeszentrale für politische Bildung einen Einblick.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Gedruckte Exemplare können gerne bei uns bestellt werden.

 Kontakt 
Laura Förste
Tel.: 0251 200 799-57
laura.foerste@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Saskia van den Berg
Tel.: 0251 200 799-19
saskia.vandenberg@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Mehr erfahren:
Neues TRANSFERjournal onlinewww.transferagentur-nordrhein-westfalen.de/transferjournal 

Digitale Tools und Kompetenzen
 Neues auf unserer Homepage 
 Digitale Tools und kommunale Praxisbeispiele 


Die ersten Videokonferenzen sind abgehalten und neue Erfahrungen mit digitalen Veranstaltungsformaten gesammelt. Dennoch stellen sich immer wieder Fragen bei der digitalen Zusammenarbeit und bei der Gestaltung von digitalen Veranstaltungen. Um die (Bildungs-)Arbeit in den Kommunen zu unterstützen, hat die Transferagentur NRW eine Sammlung von Tools, Moderationstipps sowie kommunalen Praxisbeispielen zusammengestellt.

Tools
www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de/themenwww.transferagentur-nordrhein-westfalen.de/themen

Praxisbeispiele aus den Kommunen
Themen Transferagentur NRW
www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de/praxisbeispiele



 „Gut vernetzt – DKBM-Netzwerkarbeit in virtuellen Kommunikationsräumen“ 

 Transferagentur NRW bot digitales Qualifizierungsmodul 
 für kommunale Leitungs- und Fachkräfte an 

Am 20. Mai 2020 haben rund 50 kommunale Mitarbeiter*innen aus 22 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW, die im kommunalen Bildungsmanagement tätig sind, an einem Webinar der Transferagentur NRW   teilgenommen. Zum einen rief das Thema „Netzwerkarbeit in virtuellen Kommunikationsräumen“ das große Interesse an einer Teilnahme des Angebots hervor, da sich die Arbeitssituation der Zielgruppe durch COVID-19 doch stark verändert hat und der professionelle Umgang mit digitalen Kommunikationskanälen zur Grundlage des Arbeitsalltags. Zum anderen überzeugte der Moderator und Referent Rolf Schneidereit (Teamcoach und Prozessmoderator) die Teilnehmenden bereits in vergangenen analogen Workshops der Transferagentur mit gut ausgewählten Methoden, die sie zu Ihren eigenen Expert*innen werden ließen.

Die Teilnehmenden lernten diverse Methoden und Instrumente für ihre digitale Netzwerkarbeit kennen und erprobten direkt im Webinar nach dem Motto „learning by doing“ das Arbeiten mit digitalen Whiteboards, den Austausch in Breakout-Räumen und die kollegiale Beratung im digitalen „Schreibgespräch“. Neben den methodischen Lernerfahrungen reflektierten die Teilnehmenden ihre aktuellen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Bildungspartnern und tauschten sich zu digitalen Möglichkeiten für ihre Gremien- und Netzwerkarbeit aus. So wurden beispielweise Ideen für digitale Bildungskonferenzen, Austauschtreffen von Lehrkräften im Übergang Primarstufe-Sekundarstufe I oder digitale Elternabende diskutiert und weiterentwickelt.

Es zeigte sich, dass auch die Kommunikation im virtuellen Raum möglich und gewinnbringend sein kann und durch gute Moderation gemeinsame Ergebnisse erzielt werden können.

Mit den Modulen der Qualifizierungsreihe „Gut vernetzt“ unterstützt die Transferagentur NRW Leitungs- und Fachkräfte der Kommunalverwaltungen, die über die Netzwerkarbeit im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement (DKBM) die Bildungschancen für die Menschen vor Ort optimieren möchten. Der Aufbau und die Koordinierung der Vernetzungsstrukturen mit Bildungspartnern in der Region ist hier eine zentrale Aufgabe, die gerade in der aktuellen Situation dazu beiträgt, den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen passende Bildungsangebote zu machen und damit Bildungsteilhabe zu ermöglichen.

 Kontakt: 
Kirsten Althoff
kirsten.althoff@transferagentur-nordrhein-westfalen.de
Tel.: 0251 2007 99-24

Laura Förste
Tel.: 0251 200 799-57
laura.foerste@transferagentur-nordrhein-westfalen.de


Umfrageergebnisse
 Ergebnisse Umfrage - Digitale Zusammenarbeit im 
 Kommunalen Bildungsmanagement in NRW 

In unserem Sondernewsletter Ende April haben wir Sie eingeladen, an unserer kleinen Umfrage zu Ihrer aktuellen Arbeitssituation teilzunehmen. Insgesamt haben 38 kommunale Fachkräfte teilgenommen, davon 13 anonym. Die 25 Personen, die Angaben zu ihrer Person gemacht haben, kommen aus 20 Kommunen/Kreisen in Nordrhein-Westfalen und sind in unterschiedlichen Funktionen tätig (Leitung, Bildungsmanagement, Bildungsmonitoring, Bildungskoordination, Sachbearbeitung).

Zu den Umfrageergebnissen

Veranstaltungen
Qualifizierung Kommunikation

 Qualifizierung „Bildungskommunikation in Zeiten von 
 Krisen. Mit zielgruppengerechter Kommunikation 
 Entscheider*innen überzeugen.“ 

Zahlreiche Themen konkurrieren um die Aufmerksamkeit bei Entscheider*innen in der Kommunalverwaltung sowie in der Öffentlichkeit – gerade auch in den momentanen Zeiten. Bildungsthemen – über Kita- und Schulthemen hinaus – geraten hierbei oftmals in den Hintergrund. Komplexe Sachverhalte, drängende Themen und sehr unterschiedliche Interessen müssen aber weiterhin koordiniert und kommuniziert werden.

Um Entscheider*innen, aber auch die Öffentlichkeit, zu informieren und von Bildungsthemen zu überzeugen und somit Mikropolitik für das Thema Bildung zu betreiben, benötigen Mitarbeiter*innen im DKBM auf der operativen Ebene spezifische Kompetenzen für die Entwicklung einer Kommunikations- und Einflussstrategie. Die zielgruppengerechte und prägnante Aufbereitung von Themen und Informationen ist dabei entscheidend für eine gelingende Kommunikation über Themen des DKBM. Diese voraussetzungsvollen Kenntnisse sollen in dieser Qualifizierung vermittelt und individuelle Kommunikationsstrategien für diverse Ausgangslangen der kommunalen Mitarbeiter*innen entwickelt werden.

 Kontakt 
Laura Förste
Tel.: 0251 200 799-57
laura.foerste@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Saskia van den Berg
Tel.: 0251 200 799-19
saskia.vandenberg@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Weitere Informationen und Anmeldung
Anmeldung QualifizierungAnmeldung Qualifizierung

Grafik: Freepik.com

Digitalier Austausch mit Kommunen
 Digitaler Austausch in Corona-Zeiten 
 Die Transferagentur unterstützt 
 Bildungskoordinator*innen in Kommunen 


Bereits zum zweiten Mal hat am 06. Mai 2020 die Transferagentur NRW den kommunalen Mitarbeiter*innen des Projektes „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ (kurz „Bildungskoordinator*innen“) die Teilnahme an einem Online-Format angeboten, um den Austausch zu den Auswirkungen der Covid-19-Situation auf ihre Arbeit zu ermöglichen. Dieses Angebot stieß schon beim ersten Termin Anfang April auf reges Interesse. So wurden nicht nur die neuen Arbeitssituationen – beispielsweise Homeoffice, Ausfall von Angeboten/Veranstaltungen/Netzwerktreffen – gemeinsam reflektiert, sondern es fand auch ein spannender Austausch über die vielen kreativen Lösungen für die momentanen Herausforderungen statt. So berichteten die Bildungskoordinator*innen von ihren vielfältigen Angeboten und Ideen wie die Übersetzung von Elternbriefen und Videos in verschiedene Sprachen, Netzwerktreffen in verschiedenen Online-Formaten, die Organisationen von „Hausaufgaben-Bringdiensten“, die Gründung von kommunalen, teamübergreifenden Arbeitsgruppen sowie Beratungsangebote als Online-Chat. Zusätzlich fand ein Austausch über Erfahrungen mit unterschiedlichen Online-Tools statt. Die zahlreichen Ideen tragen dazu bei, dass auch in Corona-Zeiten das Thema Bildung für Neuzugewanderte nicht aus dem Blick gerät. Die Transferagentur NRW freut sich schon jetzt auf den nächsten Austausch am 10. Juni 2020.

 Kontakt: 
Dr. Rabea Pfeifer
Tel.: 0251 200 799-56
rabea.pfeifer@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Laura Förste
Tel.: 0251 200 799-57
laura.foerste@transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Themen Transferagentur NRW www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de 

Grafik: Freepik.com


Aus den Kommunen
 Digitalisierung der Schulen im Kreis Paderborn 

 Interview mit Carolin Wahl-Knoop 
 Geschäftsführerin des Bildungsbüros im Kreis Paderborn 

Wie bringen Sie die Digitalisierung an den Schulen im Kreis Paderborn voran?
In der Bildungs- und Integrationsregion Kreis Paderborn haben sich verschiedene Akteure zusammengefunden, um gemeinsam das Thema Digitalisierung an Schulen anzugehen. Konkret bedeutet dies, dass sich die Grundschulen in Delbrück und Hövelhof zusammen mit ihren Schulträgern gemeldet haben und um Unterstützung bei der nachhaltigen Einführung der Digitalisierung an ihren Schulen gebeten haben. So haben sich im Rahmen von Kooperationsprojekten die Schulaufsicht, das Kompetenzteam, der Schulträger und das Bildungs- und Integrationszentrum mit allen Grundschulen in Delbrück und Hövelhof auf den Weg gemacht. Jeder trägt im Rahmen seiner Zuständigkeit zum Gelingen bei. Es wird das Ziel verfolgt, dass alle Grundschulen in Delbrück und Hövelhof innerhalb von vier Schuljahren das Medienkonzept in die schuleigenen Arbeitspläne einarbeiten. Hierbei werden die Grundschulen von den Partnern in verschiedenen Bereichen  – den sogenannten Säulen – unterstützt. Die Kooperationsprojekte in Delbrück und Hövelhof umfassen vier von diesen Säulen, die von den verschiedenen Partnern verantwortet werden und eng miteinander verzahnt sind:
  • lernförderliche IT-Ausstattung und -Umgebung (Schulträger in Delbrück und Hövelhof)  
  • Steuerung der Schulentwicklung (Schulaufsicht im Schulamt für den Kreis Paderborn)
  • Fortbildungen zur Unterrichtsentwicklung (Kompetenzteam)
  • Prozessberatung (Bildungs- und Integrationszentrum)

Lesen Sie hier das ganze Interview
Transferagentur NRW www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de


Digitale Bildungsangebote Stadt Leverkusen
 Neue Digitale Bildungsangebote in Leverkusen 

 5 Fragen an: Michael Wilde 
 Leiter Bildungsbüro der Stadt Leverkusen 


Wie hat die momentane Situation Ihre (Bildungs-)Arbeit verändert?
Wir haben uns relativ schnell auf neue und andere Arbeitsformen einstellen müssen, um handlungsfähig zu bleiben. Videokonferenzen, Telefonkonferenzen, Homeoffice, Schicht-Modelle, Webinare u.ä. sind innerhalb weniger Wochen zum Arbeitsalltag geworden. Die damit verbundenen Chancen werden hoffentlich auch in einer „neuen Normalität“ eine Rolle spielen.

Hat sich die Digitalisierung beschleunigt?
Meines Erachtens ist es hier zu früh für ein abschließendes Urteil. Der Wille zur Beschleunigung ist deutlich erkennbar. Bei der Umsetzung ist mir persönlich wichtig, darauf zu achten, dass niemand zurückbleibt.

Welche neuen (digitalen) Angebote sind hinzugekommen?
In der ersten Phase des „Lockdowns“ haben wir sofort begonnen, uns nach digitalen Angeboten für Schülerinnen und Schüler sowie für Fachkräfte umzusehen, weil es für Präsenzveranstaltungen keine Möglichkeiten gab. So entstanden erste online-Formate zur MINT-Förderung, für Medienscouts und Fachkräfte-Qualifizierungen.

Wie werden die digitalen Angebote angenommen und genutzt?
Die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv. Allerdings müssen wir jetzt in der Phase der Öffnung der verschiedenen pädagogischen Einrichtungen unter veränderten Rahmenbedingungen, darauf achten, niemanden zu überfordern.

Werden die digitalen Angebote auch weiterhin ausgebaut werden?
Ja, wir planen bereits weitere Angebote. Wir sehen aber auch, dass wir auf Dauer auf Präsenzangebote nicht verzichten können. Wir sehen auch, dass es Online-Angebote gibt, die unter normalen Voraussetzungen wieder in den Präsenz-Modus zurückkehren werden.

Bildungsportal Stadt Leverkusen
www.leverkusen.de www.leverkusen.de

 "Digitale Formate ersetzen nicht die persönliche Begegnung" 
 Ein Erfahrungsbericht von Andrea Staudt 

 Digitales Netzwerken im Bildungsbüro der Stadt Remscheid 

Ich sitze zu Hause alleine vor meinem Laptop und bin dennoch Teil eines großen Experimentierlabors: im Selbststudium teste ich die unterschiedlichsten digitalen Tools, nehme an Webinaren teil, schaue mir Erklärfilme an, teste mit Kolleg*innen, Freund*innen und Bekannten Methoden und Technik in Videokonferenzen, lese ein Buch über Online-Moderation, nehme an Telefonkonferenzen und dann auch an Video-Meetings teil. Kurzum, ich versuche mich auf ein neues, ein anderes Arbeiten einzustellen. Dabei genieße ich sehr, dass täglich zwei Stunden auf der Autobahn wegfallen, das fehlt mir nicht. Im Team sitzen wir an fünf unterschiedlichen Orten, mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen.  Während die Teamleitung in Windeseile lernt, was „Führen auf Distanz“ bedeutet, lernen wir alle, dass das Arbeiten an verschiedenen Orten eine transparente Arbeitsweise innerhalb des Teams erfordert. Dinge, die sonst mal eben zwischen Tür und Angel abgesprochen wurden, müssen nun auf anderem Wege geklärt werden. Dabei kann eine gut sortierte und gepflegte gemeinsame Ablage helfen, häufigere Mails, regelmäßige Telefontermine oder auch Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen mit dem gesamten Team.

Lesen Sie hier das ganze Interview
Transferagentur NRW www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Martina Vennemeyer
 Digitales Arbeiten beim Kreis Steinfurt 

 Interview mit Martina Vennemeyer 
 Leitung Bildungsbüro Kreis Steinfurt 

Im Kreis Steinfurt wurde bereits vor Corona-Zeiten eine Dienstvereinbarung zum digitalen Arbeiten in die Wege geleitet. Wie kam der Stein ins Rollen?
In den letzten Jahren haben sich die Anfragen nach mobilen und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten aus der Belegschaft deutlich erhöht. Es ging darum, abends noch schnell etwas fertigstellen zu können, Fahrzeiten auf Dienstreisen zu nutzen, Kommunikation auch dann aufrecht zu erhalten, wenn ich selber nicht im Büro, sondern dienstlich unterwegs bin. Faktisch gab es immer mehr dieser Situationen, die zunächst unbürokratisch durch die IT gelöst und begleitet wurden. Die Zunahme des mobilen Arbeitens zeigte jedoch auch den Bedarf auf, um das, was technisch bereits machbar war, auch rechtlich-organisatorisch zu regeln. Technisch basieren die schon seit langer Zeit im Kreis Steinfurt eingerichtete alternierende Telearbeit und das mobile Arbeiten auf derselben Grundlage. So wurde die Aktualisierung und Erweiterung der Dienstvereinbarung zur Telearbeit angestoßen.

Lesen Sie hier das ganze Interview
Transferagentur NRW www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de

 Schaffung von kreativen Handlungsspielräumen durch Nutzung 
 interner Strukturen und Ressourcen am Beispiel der Stadt Essen 

Angesichts der coronabedingten Schulschließungen sowie beschränkten Projektumsetzungen rückte für die Bildungskoordinator*innen für Neuzugewanderte, die im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Fachbereich Schule der Stadt Essen tätig sind, vor allem die Frage nach der aktuellen Situation der Seiteneinsteiger*innen und deren Familien in den Vordergrund. Dies führte umgehend zur Etablierung einer internen Arbeitsgruppe bestehend aus der Bildungskoordination und weiteren Mitarbeiter*innen, die sich mit dem Themenfeld der schulischen Integration befassen.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht
Transferagentur NRWwww.transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Interview mit dem Landesjugendring NRW
 Junge Menschen und Digitalisierung: 
 "Es gibt keine klare Trennung mehr zwischen 
 analogen und digitalen Lebenswelten" 

 Interview mit Kathrin Prassel 
 Referentin für Bildungspolitik beim Landesjugendring NRW 

Welche technischen Entwicklungen beeinflussen das Zusammenleben für junge Menschen in der Stadt/im ländlichen Raum?
Für fast alle Kinder und Jugendliche gilt: es gibt keine klare Trennung mehr zwischen analogen und digitalen Lebenswelten. Was in den sozialen Medien kommuniziert wird, ist ein genau so wichtiger Teil des Alltags und der Identität, wie Verabredungen mit Freunden und Hobbies. Hier gibt es keine klare Abgrenzung. Die Lebensräume Internet, Schule oder Jugendverband sind miteinander verwoben.   

Allerdings ist für junge Menschen in der Stadt eine permanente Verknüpfung von analoger und digitaler Kommunikation selbstverständlicher als für junge Menschen auf dem Land. Letztere wünschen sich zuerst eine bessere digitale Infrastruktur in ihrem Umfeld, bevor sie sich mit „Luxusproblemen“ wie der permanenten Erreichbarkeit und Datafizierung des Alltags auseinandersetzen.

Beim flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet ist der ländliche Raum besonders benachteiligt, was zu einer digitalen Kluft führt. Weitere Faktoren wie soziale Herkunft und Bildungshintergrund spielen eine Rolle beim ungleichen Zugang von jungen Menschen zu Informations- und Kommunikationstechnologien.

Lesen Sie hier das ganze Interview
Bildungsbericht Kreis Borken www.transferagentur-nordrhein-westfalen.de

Bildungsbericht Kreis Borken Landesjugendring NRW

Literaturtipps
Ergebnisse zu aktuellen Herausforderungen in Schule und Bildung
  Ergebnisse zu aktuellen Herausforderungen 
 in Schule und Bildung veröffentlicht 

Das Schulbarometer für Deutschland, Österreich und die Schweiz des Instituts für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie IBB der OH Zug und des World Education Leadership Symposium WELS hat erste Befunde zu COVID 19 und zu aktuellen Herausforderungen in Schule und Bildung veröffentlicht. Mitte März wurde eine Befragung lanciert und mit rund 7100 Personen durchgeführt, um die aktuelle Schulsituation in den drei Ländern aus Sicht verschiedener Personengruppen zu beschreiben. Befragt wurden Schüler*innen, Eltern, schulische Mitarbeitende, Schulleitungen, Vertreter*innen der Schulaufsicht/Schulverwaltung und des Unterstützungssystems. Die nun veröffentlichten Ergebnisse weisen darauf hin, dass die aktuelle Situation eine sehr große Herausforderung für alle darstellt, sie aber auch eine Chance für die Digitalisierung der Bildung hinsichtlich Differenzierung der Lehrinhalte bietet. Gleichzeitig wird die Wertschätzung der Lehrer*innen und der Institution Schule sehr deutlich. Besonders problematisch sind die Ergebnisse für Schüler*innen aus sozial benachteiligten Familien, die durch den Schereneffekt derzeit (sowohl bezogen auf Individuen als auch auf Institutionen) noch schwereren Zugang zu Bildung haben. Bildungs- und Chancengleichheit werden durch diese Effekte weiter erschwert.

Die ganze Veröffentlichung ist hier erhältlich:
Übergangsreport Stadt Mülheim www.waxmann.com 


Download Die Rolle vonRegionalen Bildungsbüros beim Abbau vonBildungsungleichheit
 Veröffentlichung: „Zwischen Wandel und Stabilität. 
 Die Rolle von Regionalen Bildungsbüros beim 
 Abbau von Bildungsungleichheit" 


Der Abbau von Bildungsungleichheiten ist ein nach wie vor zentrales Thema in Deutschland. Trotz vieler Erklärungsansätze, Reformprogrammen oder Projekten im Bereich der kommunalen Bildungslandschaften, beispielsweise im Rahmen der Übergangsgestaltung, scheint es eine große Herausforderung zu sein, mit den richtigen Maßnahmen chancengerechtere Entwicklungen anzustoßen und zu etablieren. Die hier vorliegende Studie von Dr. Norbert Sendzik, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe der Präsidentin am Wissenschaftszentrum Berlin, betrachtet die Rolle der Schulverwaltung, insbesondere der Regionalen Bildungsbüros, und deren Beitrag zum Abbau von Bildungsungleichheiten. Die Studie geht dabei der übergreifenden Fragestellung nach: Welchen Beitrag leisten Regionale Bildungsbüros bei einer chancengerechte(re)n Übergangsgestaltung? Im Rahmen eines Mixed-Methods Forschungsdesigns wurden acht Kommunen in NRW untersucht, die an einem Reformprojekt zur kommunalen Gestaltung des Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule teilgenommen haben (Projekt „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“, 2011-2016). Übergreifend zeigt sich mit Blick auf die untersuchten Kommunen, dass von einem kommunalen Übergangsmanagement wichtige Impulse für mehr Chancengerechtigkeit beim Übergang ausgehen können. Die Veröffentlichung verdeutlicht einmal mehr, dass Bildungsbüros mit knappen Ressourcen und vielfältigen institutionellen Zwängen umgehen müssen, die hinsichtlich des Abbaus von Bildungsungleichheiten „nur“ eine Strategie der kleinen Schritte ermöglichen.

Download der Studie
Download Studiewww.econstor.eu 

Kurzfassung der Studie:

wZusammenfassung Studieww.bibliothek.wzb.eu/artikel/2020/f-22776.pdf

Download G.I.B.-Arbeitspapier: Analyse und Visualisierung von kommunalen Daten: Geoinformationssysteme (GIS) in der Sozialplanung
 Analyse und Visualisierung von kommunalen
 Daten: Geoinformationssysteme (GIS) 
 in der Sozialplanung 

In dem Arbeitspapier werden sowohl der Mehrwert von Geodaten, Analysemöglichkeiten und Anwendungsbeispiele in der kommunalen (Sozial-)Planung, als auch Informationen zur technischen Umsetzung, Software und Anbietern vorgestellt. Für die Analyse und Visualisierung von kommunalen Daten ergeben sich durch georeferenzierte Daten und Geoinformationssysteme neue Möglichkeiten. So kann z. B. die Verständlichkeit komplexer Analysen erhöht werden und die Planung der sozialen Infrastruktur, beispielsweis durch Entfernungsanalysen, verbessert werden.

Download
Download www.gib.nrw.de

Transferagentur NRW – Eine Lernumgebung
Gemeinsam kommunale Bildungslandschaften gestalten. Die Transferagentur Nordrhein-Westfalen unterstützt Kreise und kreisfreie Städte bei der Entwicklung ihres datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements. Die Transferagentur NRW befindet sich in Trägerschaft des Institut für soziale Arbeit e.V. (ISA).


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Institut für soziale Arbeit e.V. - Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement NRW
Johannes Schnurr
Friesenring 40
48147 Münster
Deutschland

0251 200799-0
info@transferagentur-nordrhein-westfalen.de
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CEO: Ilona Heuchel
Register: Vereinsregisternummer: 2361
Tax ID: UStNr: 337/5971/0142
Das Institut für soziale Arbeit e.V. mit Sitz in Münster ist Träger des Projekts "Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement NRW" im Rahmen der Transferinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).